Spiel mir das Lied vom Text: der Songtext – ein irgendwie verwandtes Genre.


Ich stöberte gerade in einem meiner Lieblingsbücher, was Leitfäden für professionelles Schreiben angeht: Handbuch für Songtexter von Edith Jeske und Tobias Reitz. Fällt jemanden etwas auf? Richtig. Was haben Songtexte denn an dieser Stelle zu suchen? Naja irgendwie eine ganze Menge.


Rhythmus spielt eine Rolle. Umso eingängiger, desto wirkungsvoller. Wie beim Werbetext auch. Was ist mit einer guten Hookline, die einem nicht mehr aus dem Kopf will? Ähnlich wie Jingles und Claims. Das Prinzip "Show, don't tell", das eingesetzt wird um Bilder im Kopf entstehen zu lassen, zählt in Liedtexten genauso wie im Werbetext. Und gute Rhetorik ist beim Songtexten mindestens genauso gefragt wie beim werblichen Schreiben. Ganz zu schweigen von der Wortwahl, von Wortspielen und von vielem mehr.


Ich hatte vor einigen Jahren die große Ehre, bei Edith ein kleines Text-Coaching genießen zu dürfen. Das ist mir immer noch in bester Erinnerung geblieben. Daher darf ich an dieser Stelle nicht nur diese Frau hochloben, sondern auch ihr Handbuch für Songtexter. Wer sich fürs Fach interessiert, ist damit sehr gut beraten.


Ach ja. Und weil es ja nun auch irgendwie dazu gehört: Einen Songtext, der damals in dieser Zeit entstanden ist, habe ich auch ausgegraben. Los gehts.



Lieblingsbar nachts um halb vier


Mit Etikette sitzen wir auf der Toilette

in unsrer Lieblingsbar nachts um halb vier

Wir teilen uns ne Malboro, das machen wir meist immer so

bevor es dann um uns beide passiert


Den Stoff in der Hand. Die Leine schnell erkannt.

Zieh' mal dran. Du wirst sehen was passiert.


Wir geh'n jetzt Fallschirmspringen

Es gibt noch mehr zu sehen

In einer Sommernacht von oben

Wir falln' vom Himmelszelt

Direkt in diese Welt

In einer Sommernacht von oben


Du und ich – Paraguider sind wir nicht

Doch die Herzen schlagen höher, weiter, mehr

Du und diese Frau, deine kleine Drecksau

Ich und dieser Typ, mein Traummann, der nie lügt


Ein paar Mal sind wir schon aufgewacht

Nebeneinander, hab'n uns angelacht

Wir haben alles gegeben um uns wiederzubeleben

Und gemeinsam abzuheben


Wir geh'n jetzt Fallschirmspringen

Es gibt noch mehr zu sehen

In einer Sommernacht von oben

Wir falln' vom Himmelszelt

Direkt in diese Welt

In einer Sommernacht von oben


Bei Sonnenuntergang sehen wir uns wieder

Ich werde da sein, sagt mein Mund

Ich werd' mich hüten, mein Verstand

So ist das mit dir und mir


Und schon sitz ich wieder hier

In unsrer Lieblingsbar nachts um halb vier


Stay tuned!

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Jana Lorenz // Text, Konzept & Karamell

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